Warum Wasserschutzgebiete?

Ohne Trinkwasser kein Leben. Trinkwasser ist unser wichtigstes Lebensmittel überhaupt, deshalb müssen wir unsere Wasservorkommen besonders schützen, damit wir auch in der Zukunft sauberes und gesundes Trinkwasser zur Verfügung haben.

Wir dürfen und wollen uns nicht darauf verlassen, dass ein Wasserwerk alles schon wieder richten werde und trotzdem hohe Trinkwasserqualität zustande bringe, auch wenn wir vorher unser Grundwasser verschmutzt haben. Dies ist mit hohem technischen und sehr großem finanziellen Aufwand zwar theoretisch möglich, kann aber dennoch nicht in jedem Fall garantiert werden. Außerdem wäre diese Lösung für den Wasserverbraucher sehr teuer - die vernünftige Alternative kann deshalb nur heißen : „vorbeugen statt reparieren“.

Eine zentrale Vorsorgemaßnahme für ein qualitativ gutes und gesundes Trinkwasser ist die Ausweisung von Wasserschutzgebieten. Wasserschutzgebiete umfassen grundsätzlich das Einzugsgebiet, aus dem das Grundwasser zur Wasserfassung fließt, und sind nicht hoch genug einzuschätzen. Sie werden auf der Grundlage von hydrogeologischen Gutachten abgegrenzt.

Für jedes Wasserschutzgebiet wird in einem förmlichen Verfahren eine Rechtsverordnung - die sog. Schutzgebietsverordnung - erlassen, in der zahlreiche Schutzvorschriften die Beeinträchtigung und Verunreinigung des Grundwassers verhindern sollen; dies wird durch Nutzungsbeschränkungen, Verbote und Duldungspflichten erreicht.

Darüber hinaus gibt es noch die Schutzgebiets- und Ausgleichsverordnung (SchALVO), die bestimmte, verschärfte landwirtschaftliche Bewirtschaftungs-einschränkungen, gültig für alle Wasserschutzgebiete, enthält.

Für die Grundwasserfassungen der Ammertal-Schönbuchgruppe ist die Schutzgebietsverordnung „Gäu“ mit einem Einzugsbereich von ca.163 km² in den Landkreisen Böblingen und Tübingen erlassen worden; die Erweiterung dieses Wasserschutzgebietes „Gäu“ mit weiteren ca. 8,6 km² wird auch Teile des Landkreises Calw umfassen. Das Wasserschutzgebiet „Kiebingen“ der Ammertal-Schönbuchgruppe hat ein Einzugsgebiet von ca. 19 km² und umfasst Teile der Gemarkung der Stadt Rottenburg a.N. und der Gemeindeteile Oberndorf, Seebronn, Wendelsheim, Wurmlingen, Kiebingen und Tübingen-Hirschau.

Ob auch Ihre Gemeinde in einem Wasserschutzgebiet liegt, können Sie auf einer Karte der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz BaWü ablesen:
Unter dem Menüpunkt „Wasser“ finden Sie die Rubrik „Wasserschutzgebiete“ mit einer interaktiven Karte von Baden-Württemberg.

Die einzelnen Bestimmungen der Schutzgebietsverordnungen haben wir hier zusammengestellt. Und wie Sie mithelfen können unser überaus wichtiges Grundwasservorkommen zu schützen erfahren Sie im nächsten Bericht, den wir hier in Kürze veröffentlichen werden.
Helfen Sie mit unser wichtigstes Lebensmittel zu schützen.

Diese Webseite verwendet Cookies. Durch die Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Datenschutzinformationen