ASG erhält fast 50.000 Euro für Kiebitz-Projekt in der Neckaraue

Gleich zweimal freuen kann sich Böblingens Oberbürgermeister Wolfgang Lützner über diese Nachricht: Die Ammertal-Schönbuchgruppe, deren Verbandsvorsitzender er ist, erhält für ein gemeinsames Projekt mit der Initiative Artenschutz Neckartal von der Stiftung Naturschutzfonds Zustiftungserlöse in Höhe von fast 50.000 Euro.
Eingezahlt in die Stiftung Naturschutzfonds hat der Zweckverband Flugfeld Böblingen / Sindelfingen, dessen Verbandsvorsitzender er ebenfalls ist.

Kiebitz

Der Kiebitz ist ein Bodenbrüter und gehört zu den Feldvögeln wie Grauammer und Braunkehlchen. Während der Brutzeit von März bis Juni braucht er offenes Gelände mit extensiver Bewirtschaftung und Vernässungsstellen in den Äckern, um mit seinem langen Schnabel im Boden nach Insekten zu stochern.
Gute Voraussetzungen finden sich in der Neckaraue bei Rottenburg, wo der Zweckverband Ammertal-Schönbuchgruppe mehrere Trinkwasserbrunnen unterhält.

Die ASG hat als Projektträger die Koordination zwischen Naturschutz- und Landwirtschaftsverwaltung, den beteiligten Landwirten, den ehrenamtlichen Naturschützern und der Stadt Rottenburg über- nommen, da sie selbst über große Flächen in der Neckaraue verfügt. Das Konzept fand dann auch die Zustimmung der beteiligten Regierungspräsidien sowie vor allem der Stiftung Naturschutzfonds, die ihren Sitz beim Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr in Stuttgart hat.

Kiebitz Nahaufnahme

Mit dem bereitgestellten Geld werden z.B. das Zurückschneiden von Bäumen und Sträuchern, die Räumung von Gräben, sowie das Anlegen von flachen, zeitweilig mit Wasser gefüllten Gelände- mulden finanziert.
Zum Schutz der Bodenbrüter werden die Vernässungsstellen mit einem Elektrozaun geschützt, damit weder freilaufende Hunde noch Füchse die brütenden Vögel stören können.

Durch die großflächigen Wasserschutzgebiete im Neckar und im Ammertal gibt es hier noch gute Lebensbedingungen für seltene Arten, freut sich Geschäftsführerin Stepanek, u.a. hütet die Ammertal-Schönbuchgruppe in den kaum gedüngten Wiesen im Neckartal eines der europaweit letzten drei Vorkommen der Schwarzen Mörtelbiene.

Ehem. OB Wolfgang Lützner überreicht symbolisch einen Kiebitz an ehem. ASG-Geschäftsführerin Astrid Stepanek

Verbandsvorsitzender Wolfgang Lützner freut sich, dass das Geld nun im Nachbarkreis Verwendung findet. „Der Artenschutz in der Region ist uns ein ernsthaftes Anliegen und wir können daher die Entscheidung des Umweltministeriums nur begrüßen“, sagt Wolfgang Lützner und lässt die anderen Aktivitäten des Zweckverbands Flugfeld zum Wohle der Natur folgen.
Zum Beispiel die Herstellung der Ausgleichsfläche West, die durch eine Schotterfläche mit Wasserbereich die idealen Lebensbedingungen für den Flussregenpfeifer darstellt. Naturschutz zum Anfassen stellen auch die vielen Begrünungsmaßnahmen, Baumpflanzungen, die Herstellung von Schotterrasen – und Grünflächen dar. Und schließlich darf auch die Fertigstellung des Sees nicht vergessen werden, der ökologische Funktionen übernimmt.

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